InMEDIg – Industrieunabhängigkeit

Industrieunabhängige Einkaufsgesellschaft

Die Ausrichtung unserer industrieunabhängigen Einkaufsgemeinschaft ist dabei diametral entgegengesetzt zu den derzeit etablierten kommerziellen Einkaufsgemeinschaften im Gesundheitswesen. Diese bestehenden kommerziellen Einkaufsgemeinschaften werden umsatzabhängig von der Industrie bezahlt. Naturgemäß können sie dabei ein nur sehr zurückhaltendes Interesse an wirklich guten Preisen haben. Aufgrund dieser „Finanzierungs-Logik“ geht bei guten Preisen für die Krankenhäuser der eigene Ertrag zurück, andererseits „beisst man schließlich nicht in die Industrie-Hand hinein, die einen nährt“. In keiner anderen Industrie gibt es vergleichbare Strukturen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Konzentration der Einkaufsgemeinschaften schon „industrie-kartellähnliche“ Strukturen aufweist und sie sich teilweise in den Händen von „Finanz-Heuschrecken“ befinden.

In vielen anderen Industrien gibt es jedoch sinnvolle Einkaufsgemeinschaften, die ebenfalls industrieunabhängig sind – Raiffeisen, Intersport, EDEKA, Elektronik Partner, etc sind dabei unsere Vorbilder um wirksam gegen eine hochkonzentrierte Industrie in der Kombination mit hochkonzentrierten kommerziellen Einkaufsgemeinschaften ein Gegengewicht zu bilden.

Die Kombination einer europaweiten Volumenbündelung in einer industrieunabhängigen Einkaufsgemeinschaft ist eine wirksame Antwort auf eine hochkonzentrierte, „kommerzielle Einkaufsgemeinschaftslandschaft“. Sie ist ferner eine genauso wirksame Antwort auf eine international tätige, hochkonzentrierte Pharma- und Medical Industrie von gerade mal 20-25 weltweit relevanten Firmen und einem Marketing– und Vertriebsbudget von geschätzten 4,5 Mrd. p.a. allein für die D-A-CH Region. Ca. 25.000 professionell ausgebildete Vertriebsmitarbeiter treffen auf gerade mal ca. 750 relevante Krankenhauseinkäufer.